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Im Tal der Wetterpropheten

Deutsche Fernsehfassung der mehrfach prämierten Dokumentation von Christoph Felder. Die heute populären, durch den Film über die Landesgrenzen hinaus bekannten urigen Schweizer Wetterpropheten haben ihre ganz eigene Sicht, das Wetter zu deuten.

Das Muotathal in der Nähe des Gotthard ist ein wildromantisches Schweizer Voralpental. Hier leben Männer, die aus Naturphänomenen Wetterprognosen ableiten: Die Wetterpropheten.

Martin Horat ist Sensenhändler und Wetterprophet. Eine Menge Ameisen krabbeln ihm über die Hand. Für ihn kein Grund zur Panik. An der Größe ihres Hinterteils kann er das Wetter für die nächsten zwei Wochen vorhersagen. Auch Peter Suter ist Wetterprophet. Der Rentner ist ständig unterwegs und beobachtet Blumen, Bäume und Bäche.

Wetterprophet Martin Holdener beschäftigt sich mit den Mäusen. An ihrem Verhalten sieht er, wie sich das Wetter in der kommenden Jahreszeit entwickeln wird.

Robert ist der Wetter- oder Meldeläufer und das Sprachrohr der selbsternannten Propheten. Er ist oft mehrere Stunden zu den oft sehr einsam gelegenen Bauernhöfen unterwegs und verkündet die aktuellen Wetterprognosen.

Oben am Berg hat Einödbauer Kaspar Betschart seinen Hof. Für ihn und seine Tiere ist das Wetter überlebenswichtig, er muß fast das ganze Heu noch von Hand mit der Sense mähen, da will er sich nicht nur auf die Vorhersagen des Radios verlassen.

Der Film von Christoph Felder zeigt die Wetterpropheten und ihre außergewöhnlichen Methoden der Prognose in allen vier Jahreszeiten.

„Frühling, Sommer, Herbst und Winter: ein Jahreszyklus, und das ganze Leben. Fast archaische Lebensverhältnisse noch, mitten in Europa. Das geköpfte Huhn, der Bauer, der mit einer Flinte nach einer Maus schießt, die Kenntnisse der Propheten, die Tannendolden, das harte, mit Natur so ganz anders als in den Großstadtmilieus, die mitteleuropäisch-amerikanisch getaktete Gegenwart für umfassend hält, umgehende Leben: toller Film.“
Uwe Tellkamp, Schriftsteller

Sonderpreis des Umweltministeriums von Estland auf dem Matsalu International Nature Film Festival 2007, Begründung: „Film that makes a bow to the peasant's cleverness and teaches the audience to read the book of the Nature and to understand it. An excellent portrait of peaceful everyday life of the Swiss mountain village, which does not let to harm itself from the ever rushing environment.”

Dokumentation (2005), Regie: Christoph Felder, Produktion: CFF, weitere Infos: arts-tart.de

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