Couch-Geschichten

Willkommen in unserem digitalen Theatersaal!
Schön, dass Du uns gefunden hast. Normalerweise kommst Du zu uns ins Theater. Aber weil es gerade für alle besser ist Zuhause zu bleiben, machen wir es uns einfach bei Dir gemütlich! Wir möchten mit dir in Kontakt bleiben und hoffen, deine Zeit Zuhause mit unseren Märchen und Stücken ein bisschen zauberhafter gestalten zu können. Jede Woche teilen wir die Aufnahme eines Stücks mit dir. Vielleicht hast du es ja schon auf der Bühne gesehen, und kannst dich gemeinsam mit uns daran erinnern. Oder es ist eine Geschichte, die du hier zum ersten Mal siehst! Das ganze KJT wünscht Dir viel Spaß beim Zuschauen!

Wenn du gerade bei uns im KJT wärst würde das passieren:
Das Licht geht aus.
Das Getuschel wird leiser.
Und jetzt geht es los!

Der falsche Prinz

Weihnachtsmärchen von Andreas Gruhn
nach Wilhelm Hauff
ab 6 Jahren

Es war einmal ein armer junger Schneider, der wollte nicht arm bleiben. Er fühlte sich zu Besserem geboren. Da fiel ihm eines Tages ein prächtiges Gewand in die Hände. Er zog es an und siehe da, es passte ihm vorzüglich. Da sagte er zu sich: „Bin ich nicht genauso gut wie ein Prinz?“ Er beschloss in die Fremde zu ziehen und sein Glück zu versuchen.
Es war einmal ein junger Prinz, der hatte seine Eltern nie gesehen und wuchs weit entfernt von seiner Familie auf. Eine Wahrsagerin hatte großes Unheil vorhergesagt, deshalb hatte sein Vater ihn in der Fremde aufwachsen lassen. Doch endlich war der Tag gekommen, da er zu seinen Eltern zurückkehren sollte. Glücklich machte er sich auf den Weg. An einem geheimen Ort soll er dem Vater ein goldenes Schwert mit den Worten übergeben: „Ich bin es, den ihr sucht!“
Die Wege des armen jungen Schneiders und des Prinzen kreuzen sich. Sie werden Freunde und der Prinz verrät gedankenlos sein Geheimnis. Am nächsten Morgen geht der Falsche zu dem geheimen Ort.

Es war einmal ein König, der erkannte seinen Sohn nicht, glaubte dem Schein und führte den falschen Prinzen heim.
Es war einmal eine Mutter, die hatte zweiundzwanzig Jahre nur von ihrem Sohn geträumt und erkannte den Betrug.
Es war einmal ein König, der glaubte nicht an Träume….