Wer ist Gott?

In dieser 16-teiligen Serie spricht Robert Rauhut mit Prof. Dieter Hattrup über das Thema „Gott“. Direkt kann Gott kein Thema sein, denn wer vernünftig reden will, muß Definitionen haben, aber von Gott gibt es keine Definition, da Gott keine Grenzen hat. Wie kann man dann von Gott reden? Es gibt zwei Möglichkeiten. Die Menschen reden seit Urzeiten von Gott und den Göttern. Sie wollen wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen. Und das Sprichwort sagt: Gott ist das, woran Du Dein Herz gehängt hast. Die andere Möglichkeit ist: Gott selbst redet über Gott. Das ist in Christus geschehen, wie wir glauben. Der Mensch will zu Gott kommen, aber das geht nur, wenn Gott zum Menschen kommt und selbst Mensch wird. Von diesen beiden Möglichkeiten, von Aufstieg und Abstieg, handelt die Sendereihe.

Folge 9 - Gott selber handelt: Arius und Nikaia

Die 9. Sendung handelt von Arius und vom Konzil von Nikaia im Jahre 325. Was wir bisher gesehen haben, war die Bewegung auf Gott hin von unten nach oben, jetzt kommt die Bewegung von oben nach unten: Gott selber handelt. Arius mochte diese Bewegung von oben nicht leiden, er hat deshalb das Gottsein Christi verboten. Er war zwar Priester, dachte aber wie ein Philosoph nur von unten nach oben. Sein Spruch war: Hote pote, ouk én – Es gab eine Zeit, da er nicht war. Das sagte Arius von Christus. Dagegen betont der erste Konzil: Christus war immer schon da, er ist der ewig gezeugte Sohn des Vaters. Dadurch erst wird der Graben zwischen Gott und Mensch überwunden. Der Mensch ist nicht nur ein Geschöpf Gottes, in Christus wird er selbst zum Schöpfer. Erst jetzt ist die Schöpfung vollendet.

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