Wer ist Gott?

In dieser 16-teiligen Serie spricht Robert Rauhut mit Prof. Dieter Hattrup über das Thema „Gott“. Direkt kann Gott kein Thema sein, denn wer vernünftig reden will, muß Definitionen haben, aber von Gott gibt es keine Definition, da Gott keine Grenzen hat. Wie kann man dann von Gott reden? Es gibt zwei Möglichkeiten. Die Menschen reden seit Urzeiten von Gott und den Göttern. Sie wollen wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen. Und das Sprichwort sagt: Gott ist das, woran Du Dein Herz gehängt hast. Die andere Möglichkeit ist: Gott selbst redet über Gott. Das ist in Christus geschehen, wie wir glauben. Der Mensch will zu Gott kommen, aber das geht nur, wenn Gott zum Menschen kommt und selbst Mensch wird. Von diesen beiden Möglichkeiten, von Aufstieg und Abstieg, handelt die Sendereihe.

Folge 4 - Der Deismus

Die 4. Sendung handelt von der Vorbereitung des Atheismus, vom Deismus. Ein Deist stellt sich Gott als Uhrmacher vor, der die Welt zwar gemacht, sie dann aber aus der Hand gegeben. hat. René Descartes im 17. Jahrhundert wollte ohne Offenbarung auskommen, zum einen weil die Christen in Konfessionen gespalten waren, aber auch, weil mit dem Uhrmachergott die neue Naturwissenschaft eine neue Grundlage brauchte. Ein lebendiger Gott würde die Wissenschaft stören. Kardinal Ratzinger sagt: „Sind wir nicht alle im Stillen mehr oder weniger vom Deismus angesteckt? Gott ist zu weit weg – er reicht nicht in unseren Alltag hinein, denken wir.“ Gott ist im Deismus nicht eine Person, sondern eine Sache. Der Deist leugnet nicht Gott, er macht ihn nur unlebendig.

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