Vom Feind zum Freund

Als Kopernikus 1543 starb, hatte er im gleichen Jahr mit seinem Buch über die Umläufe der Planeten ein neues Kapitel im Drama zwischen Wissen und Glauben aufgeschlagen. Der Domherr von Frauenburg begründete eine Wissenschaft, die sich gegen seinen Willen durch ihren Titanismus bald im Gegensatz zur Kirche befand. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde aus diesem Gegensatz eine veritable Feindschaft. Dabei können die Feinde durchaus Freunde sein, was sich aber erst im 20. Jahrhundert gezeigt hat, nachdem die Wissenschaft eine überraschende Wende vollzogen hat. Der titanische Kampf zur Eroberung der Natur hat nicht die Natur erobert, sondern zur tieferen Erkenntnis Gottes geführt. Professor Dieter Hattrup stellt im Gespräch mit Robert Rauhut in der 13teiligen Sendereihe von EWTN bedeutende Gestalten vor, welche die Entwicklung von Naturwissenschaft und Glaube in der Neuzeit geprägt haben.

Folge 10 - Das stille Genie Werner Heisenberg (1901 – 1976)

Das zehnte Gespräch zwischen Robert Rauhut und Professor Dieter Hattrup in der Reihe ‚Vom Feind zum Freund‘ stellt den Physiker Werner Heisenberg in den Mittelpunkt. Was Planck begonnen hat, wird durch Heisenberg vollendet. Seine Unbestimmtheitsrelation ist weltberühmt geworden. Einstein hat sich vergebens gegen sie aufgelehnt. Und anders als Planck und Einstein hat Heisenberg die neue Physik begrüßt, weil er in ihr ein neues wissenschaftliches Zeitalter begrüßt hat, in dem die Wissenschaft nicht mehr im Gegensatz zur Religion steht. Eben durch Heisenberg und seine Physik werden die alten Feinde zu neuen Freunden.

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