Vom Feind zum Freund

Als Kopernikus 1543 starb, hatte er im gleichen Jahr mit seinem Buch über die Umläufe der Planeten ein neues Kapitel im Drama zwischen Wissen und Glauben aufgeschlagen. Der Domherr von Frauenburg begründete eine Wissenschaft, die sich gegen seinen Willen durch ihren Titanismus bald im Gegensatz zur Kirche befand. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde aus diesem Gegensatz eine veritable Feindschaft. Dabei können die Feinde durchaus Freunde sein, was sich aber erst im 20. Jahrhundert gezeigt hat, nachdem die Wissenschaft eine überraschende Wende vollzogen hat. Der titanische Kampf zur Eroberung der Natur hat nicht die Natur erobert, sondern zur tieferen Erkenntnis Gottes geführt. Professor Dieter Hattrup stellt im Gespräch mit Robert Rauhut in der 13teiligen Sendereihe von EWTN bedeutende Gestalten vor, welche die Entwicklung von Naturwissenschaft und Glaube in der Neuzeit geprägt haben.

Folge 3 - Der laute Titan Galileo Galilei (1564 – 1642)

Über Galilei gibt es zwei Sendungen. In beiden geht es um das Verhältnis der Naturwissenschaften zum Glauben. Galilei ist eine zentrale Gestalt in diesem Verhältnis. Im Gespräch zwischen Robert Rauhut und Dieter Hattrup wird deutlich, wie doppeldeutig die Wissenschaft wirken kann. Galilei war ein Sohn der Kirche, ein Freund von Kardinal Barberini, und seine Töchter wurden Ordensfrauen in der Kirche. Er war genial und erfolgreich mit seinem Fallgesetz und mit seinem Fernrohr. Gegen seinen Willen aber vertrieb er die Erkenntnis Gottes aus der Natur. Das ahnte Kardinal Bellarmin, der ihn 1616 freundschaftlich zur Zurückhaltung mahnte.

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