Vom Feind zum Freund

Als Kopernikus 1543 starb, hatte er im gleichen Jahr mit seinem Buch über die Umläufe der Planeten ein neues Kapitel im Drama zwischen Wissen und Glauben aufgeschlagen. Der Domherr von Frauenburg begründete eine Wissenschaft, die sich gegen seinen Willen durch ihren Titanismus bald im Gegensatz zur Kirche befand. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde aus diesem Gegensatz eine veritable Feindschaft. Dabei können die Feinde durchaus Freunde sein, was sich aber erst im 20. Jahrhundert gezeigt hat, nachdem die Wissenschaft eine überraschende Wende vollzogen hat. Der titanische Kampf zur Eroberung der Natur hat nicht die Natur erobert, sondern zur tieferen Erkenntnis Gottes geführt. Professor Dieter Hattrup stellt im Gespräch mit Robert Rauhut in der 13teiligen Sendereihe von EWTN bedeutende Gestalten vor, welche die Entwicklung von Naturwissenschaft und Glaube in der Neuzeit geprägt haben.

Folge 2 - Der stille Titan Nikolaus Kopernikus (1473 - 1543)

Mit seinem Buch von 1543 über die Umläufe der Planeten um die Sonne hat Kopernikus für einen gewaltigen Wechsel im Weltbild gesorgt. Nicht sofort zwar, aber nach 100 oder 200 Jahren war sein Ergebnis anerkannt, von Philosophen und von der Kirche. Dabei haben die Kämpfe um ihn herum Weltgeschichte gemacht. Sein Buch war zwar vom Papst in Auftrag gegeben worden und Papst Paul III. gewidmet, dennoch wollten die Theologen und Philosophen zunächst nicht hören, was er zu sagen hatte. Im Gespräch mit Robert Rauhut gibt Professor Dieter Hattrup einen Einblick in das Denken dieses Kirchenmannes, der einen epochalen Streit in der Kirche ausgelöst hat.

Vielen Dank, dass Sie das Programm von EWTN.TV schauen. Unsere Mission ist es, das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus zu allen Menschen zu bringen. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung, denn EWTN.TV wird allein von Ihrer Spende getragen. Bitte spenden Sie für EWTN.TV.

ewtn.de/spenden?donation_custom_field_5591=vff

×

Contact