Vom Feind zum Freund

Als Kopernikus 1543 starb, hatte er im gleichen Jahr mit seinem Buch über die Umläufe der Planeten ein neues Kapitel im Drama zwischen Wissen und Glauben aufgeschlagen. Der Domherr von Frauenburg begründete eine Wissenschaft, die sich gegen seinen Willen durch ihren Titanismus bald im Gegensatz zur Kirche befand. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde aus diesem Gegensatz eine veritable Feindschaft. Dabei können die Feinde durchaus Freunde sein, was sich aber erst im 20. Jahrhundert gezeigt hat, nachdem die Wissenschaft eine überraschende Wende vollzogen hat. Der titanische Kampf zur Eroberung der Natur hat nicht die Natur erobert, sondern zur tieferen Erkenntnis Gottes geführt. Professor Dieter Hattrup stellt im Gespräch mit Robert Rauhut in der 13teiligen Sendereihe von EWTN bedeutende Gestalten vor, welche die Entwicklung von Naturwissenschaft und Glaube in der Neuzeit geprägt haben.

Folge 13 - Gott und die Wissenschaft

Das dreizehnte und letzte Gespräch zwischen Robert Rauhut und Professor Dieter Hattrup fährt die Ernte ein. Kein Wissenschaftler ist das Thema mehr, sondern Gott selbst. Die Feindschaft der Wissenschaft gegenüber der Religion, die Comte verkündet hatte, ist beim Gegenteil angekommen. Zwar gibt es keinen Gottesbeweis aus der Naturwissenschaft, aber der Atheismus, den Leute wie Einstein aus der Wissenschaft ableiten wollten, ist unmöglich geworden. Vielmehr bewegen sich die Bausteine der Natur, das sind Zufall und Notwendigkeit, auf die Freiheit zu, auf die Freiheit eines Schöpfers und auf die Freiheit seines Geschöpfes, das ist der Mensch. So läßt sich auf neue Weise mit Hilfe der Wissenschaften von Gott sprechen.

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