Vom Feind zum Freund

Als Kopernikus 1543 starb, hatte er im gleichen Jahr mit seinem Buch über die Umläufe der Planeten ein neues Kapitel im Drama zwischen Wissen und Glauben aufgeschlagen. Der Domherr von Frauenburg begründete eine Wissenschaft, die sich gegen seinen Willen durch ihren Titanismus bald im Gegensatz zur Kirche befand. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde aus diesem Gegensatz eine veritable Feindschaft. Dabei können die Feinde durchaus Freunde sein, was sich aber erst im 20. Jahrhundert gezeigt hat, nachdem die Wissenschaft eine überraschende Wende vollzogen hat. Der titanische Kampf zur Eroberung der Natur hat nicht die Natur erobert, sondern zur tieferen Erkenntnis Gottes geführt. Professor Dieter Hattrup stellt im Gespräch mit Robert Rauhut in der 13teiligen Sendereihe von EWTN bedeutende Gestalten vor, welche die Entwicklung von Naturwissenschaft und Glaube in der Neuzeit geprägt haben.

Folge 7 - Titan an der Grenze Immanuel Kant (1724 – 1804)

Im siebten Gespräch zwischen Robert Rauhut und Dieter Hattrup geht es um den Königsberger Philosophen Immanuel Kant. Er war kein Naturwissenschaftler, doch hat er wie kein anderer das Problem der Naturwissenschaft im 18. Jahrhundert verstanden. Das Problem war die Freiheit. Wenn es keine Freiheit gibt wie in der Newtonischen Mechanik, dann gibt es keinen Schöpfer und auch kein Geschöpf. Ohne Freiheit gibt es nur Maschinen, Gott ist dann eine Maschine, und der Mensch ist auch eine Maschine. Mit seinem berühmten ‚Ding an sich‘ versuchte Kant die für den Glauben und die Moral so wichtige Freiheit zu retten.

Vielen Dank, dass Sie das Programm von EWTN.TV schauen. Unsere Mission ist es, das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus zu allen Menschen zu bringen. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung, denn EWTN.TV wird allein von Ihrer Spende getragen. Bitte spenden Sie für EWTN.TV.

ewtn.de/spenden?donation_custom_field_5591=vff

×

Contact