Vom Feind zum Freund

Als Kopernikus 1543 starb, hatte er im gleichen Jahr mit seinem Buch über die Umläufe der Planeten ein neues Kapitel im Drama zwischen Wissen und Glauben aufgeschlagen. Der Domherr von Frauenburg begründete eine Wissenschaft, die sich gegen seinen Willen durch ihren Titanismus bald im Gegensatz zur Kirche befand. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde aus diesem Gegensatz eine veritable Feindschaft. Dabei können die Feinde durchaus Freunde sein, was sich aber erst im 20. Jahrhundert gezeigt hat, nachdem die Wissenschaft eine überraschende Wende vollzogen hat. Der titanische Kampf zur Eroberung der Natur hat nicht die Natur erobert, sondern zur tieferen Erkenntnis Gottes geführt. Professor Dieter Hattrup stellt im Gespräch mit Robert Rauhut in der 13teiligen Sendereihe von EWTN bedeutende Gestalten vor, welche die Entwicklung von Naturwissenschaft und Glaube in der Neuzeit geprägt haben.

Folge 1 - Der ideologische Titan Auguste Comte (1798 - 1857)

Auguste Comte war eigentlich kein Wissenschaftler, sondern er hat über die Entwicklung der Wissenschaften geschrieben. Er hat den völligen Sieg der Wissenschaften gefeiert und dem Glauben einen baldigen Untergang prophezeit. Das war voreilig. Sowohl theoretisch wie praktisch hat er sich geirrt. Im Gespräch mit Robert Rauhut gibt Professor Dieter Hattrup einen Einblick in das Denken dieses Mannes, der seine Hoffnung allein auf die Wissenschaft gesetzt hat und damit gescheitert ist. Auch er ist ein Zeuge des Glaubens, allerdings gegen seinen Willen und mit negativem Vorzeichen.

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