Naturrecht, ein unbequemer Wegweiser?

Neue Perspektiven für einen alten Bekannten - mit Dr. Andrzej Kuciński
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Jeder von uns macht die Erfahrung, dass er an bestimmten ethischen Maßstäben festhält, deren Befolgung er auch anderen Menschen zumutet. Ohne einen moralischen Grundkonsens ist gesellschaftliches Miteinander unmöglich. Doch bleibt die Frage, was genau zu diesem Grundkonsens gehört, umstritten. Das Christentum hat eine durch die griechische Philosophie erstmalig „erfundene“ Denkfigur des Naturrechts fortentwickelt, profiliert und bis heute als verlässliche Handlungsorientierung durchgehalten. Ist das Naturrecht aber noch aktuell? Kann es im 21. Jh. ein Wegweiser sein? Und sollten seine Inhalte nicht besser angepasst werden?

Folge 1 - Warum den Toten zum Leben erwecken? Der Sinn der Auseinandersetzung mit dem Naturrecht

Die Komplexität der heutigen Welt befördert die Sehnsucht nach allgemeingültigen Maßstäben des Handelns, bei denen man sich darauf verlassen könnte, dass alle Menschen sie respektieren. Eine geschichtsträchtige Form der Reflexion über das universal Ethische ist das Naturrechtsdenken. Dem weit verbreiteten Zweifel an der heutigen Gültigkeit des Naturrechts hat kein geringerer als Papst Benedikt XVI. in seiner Bundestagsrede am 22.09.2011 die nach wie vor relevante Frage nach den Grundlagen des „richtigen“ Rechts und somit des freiheitlichen Staates überhaupt entgegengesetzt. Ein „Aufreißen der Fenster“ im Zuge einer „Ökologie des Menschen“, die der Papst ansprach, könnte also einen Impuls für erneutes Nachdenken über moralische Konstanten jenseits aller kultur-, orts- und zeitgebundenen Besonderheiten darstellen. Inwiefern kann das Naturrecht, der „unbequeme Wegweiser“ der menschlichen Geistesgeschichte, aktuell für die Gestaltung des Gemeinwesens von Bedeutung sein?

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