Jesus Christus - Gott auf Erden

Jesus Christus ist die Antwort auf viele Fragen. Zunächst ist er der erwartete Messias der Juden. Man kann in ihm den Gottesknecht sehen, wie das Buch Jesaja sagt; aber auch den Retter und Heiland der Nichtjuden, weil er die Lösung eines alten Rätsels bringt. Der endliche Mensch will aufsteigen zu Gott, zur ganzen, großen Wirklichkeit, zur Unendlichkeit! Aber das ist nicht möglich, sagt die Erfahrung der Jahrtausende. Der Aufstieg gelingt immer nur ein bißchen und ist im ganzen nie gelungen. In Christus feiern die Christen das Gegenteil, sie feiern den Abstieg. Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch zu Gott gelangen kann. So lautet eine tiefsinnige Formel aus der Alten Kirche. Robert Rauhut schaut im Gespräch mit Professor Dieter Hattrup diese Wahrheit hier von neuem an.

Folge 6 - Die Leben-Jesu-Forschung: Albert Schweitzer (1875 – 1965)

Der große Theologe und Menschenfreund Albert Schweitzer hat die beste Sicht auf die Gestalt Jesu. Er sieht, wie sehr alle Schriftsteller nur ihre eigenen Ideen in Jesus hinein gelegt haben. Die Leben-Jesu-Forschung freute sich, als wieder Leben und Bewegung in die Gestalt kam und sie den historischen Menschen Jesus auf sich zukommen sah. ‚Aber er blieb nicht stehen, sondern ging an unserer Zeit vorüber und kehrte in die seinige zurück.‘ Dabei liebte Albert Schweitzer die Gestalt Jesu sehr und glaubte an das verkündete Reich Gottes. Weil er die Nähe des Reiches Gottes aber wegen der Wissenschaft theoretisch nicht verstehen konnte, übte er die Nächstenliebe praktisch aus und ging als Arzt nach Lambarene in den Urwald.

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