Jesus Christus - Gott auf Erden

Jesus Christus ist die Antwort auf viele Fragen. Zunächst ist er der erwartete Messias der Juden. Man kann in ihm den Gottesknecht sehen, wie das Buch Jesaja sagt; aber auch den Retter und Heiland der Nichtjuden, weil er die Lösung eines alten Rätsels bringt. Der endliche Mensch will aufsteigen zu Gott, zur ganzen, großen Wirklichkeit, zur Unendlichkeit! Aber das ist nicht möglich, sagt die Erfahrung der Jahrtausende. Der Aufstieg gelingt immer nur ein bißchen und ist im ganzen nie gelungen. In Christus feiern die Christen das Gegenteil, sie feiern den Abstieg. Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch zu Gott gelangen kann. So lautet eine tiefsinnige Formel aus der Alten Kirche. Robert Rauhut schaut im Gespräch mit Professor Dieter Hattrup diese Wahrheit hier von neuem an.

Folge 5 - Die moderne Bibelkritik II: Samuel Reimarus (1694 – 1768)

Einen Schritt weiter ging der Hamburger Gelehrte Samuel Reimarus, ein typischer Mensch der Aufklärung. Er glaubte an ein göttliches Prinzip, aber an keine Offenbarung. Er nahm sich daher das Neue Testament vor und die Gestalt Jesu. Er war Lutheraner, aber gerade Luthers ‚Sola Scriptura‘ war ihm ein Ärgernis. Wenn die Bibel die einzige Autorität sein soll, dann muß jedes Komma passen, sonst ist sie nicht glaubwürdig. Weil er der Bibel aber nicht glauben wollte, suchte er Widersprüche und fand sie.

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