Jesus Christus - Gott auf Erden

Jesus Christus ist die Antwort auf viele Fragen. Zunächst ist er der erwartete Messias der Juden. Man kann in ihm den Gottesknecht sehen, wie das Buch Jesaja sagt; aber auch den Retter und Heiland der Nichtjuden, weil er die Lösung eines alten Rätsels bringt. Der endliche Mensch will aufsteigen zu Gott, zur ganzen, großen Wirklichkeit, zur Unendlichkeit! Aber das ist nicht möglich, sagt die Erfahrung der Jahrtausende. Der Aufstieg gelingt immer nur ein bißchen und ist im ganzen nie gelungen. In Christus feiern die Christen das Gegenteil, sie feiern den Abstieg. Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch zu Gott gelangen kann. So lautet eine tiefsinnige Formel aus der Alten Kirche. Robert Rauhut schaut im Gespräch mit Professor Dieter Hattrup diese Wahrheit hier von neuem an.

Folge 2 - Kreuz, Tod und Auferstehung

Manche Leute, die in Jesus Christus nur den Menschen sehen, haben gemeint, das Kreuz wäre ein Unfall im Leben Jesu gewesen, er sei mit seiner Botschaft von der Nächstenliebe gescheitert. Das Argument der Kirche gegen Kreuz und Tod aber lautet: Er ist auferstanden. Lange Zeit wurde die Naturwissenschaft gegen ein solches Ereignis angeführt, die Wissenschaft aber hat sich geändert. Ab dem 20. Jahrhundert kann sie das völlig Neue, das Novum in der Natur, anerkennen, deshalb erhält der alte Satz des Thomas von Aquin neuen Glanz: ‚Res naturalis inter duos intellectus constituta est. – Die Natur ist zwischen zwei Personen aufgestellt.‘ (De Ver. I,2) Diese Personen sind Gott und Mensch.

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