Jesus Christus - Gott auf Erden

Jesus Christus ist die Antwort auf viele Fragen. Zunächst ist er der erwartete Messias der Juden. Man kann in ihm den Gottesknecht sehen, wie das Buch Jesaja sagt; aber auch den Retter und Heiland der Nichtjuden, weil er die Lösung eines alten Rätsels bringt. Der endliche Mensch will aufsteigen zu Gott, zur ganzen, großen Wirklichkeit, zur Unendlichkeit! Aber das ist nicht möglich, sagt die Erfahrung der Jahrtausende. Der Aufstieg gelingt immer nur ein bißchen und ist im ganzen nie gelungen. In Christus feiern die Christen das Gegenteil, sie feiern den Abstieg. Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch zu Gott gelangen kann. So lautet eine tiefsinnige Formel aus der Alten Kirche. Robert Rauhut schaut im Gespräch mit Professor Dieter Hattrup diese Wahrheit hier von neuem an.

Folge 13 - Der fröhliche Wechsel und Streit: Die Christologie Martin Luthers (1483-1546)

Luthers Christologie kann man gut unter das Motto setzen: ‚Der fröhliche Wechsel und Streit‘. Damit knüpft Luther scheinbar an das alte Tauschmotiv aus der Christologie an. Was hier ganz harmonisch nach einer Zusammenarbeit von Gott und Mensch klingt, das wird bei Luther zu einem tödlichen Gefecht. Er selbst hat ein paar Jahre gebraucht, um zu der kühnsten Formulierung durchzudringen. Im Kommentar zum Galaterbrief schreibt er 1535: ‚Und das haben alle Propheten gesehen: Christus war von allen der größte Räuber, Mörder, Ehebrecher, Dieb, Tempelschänder, Gotteslästerer usw., vor dem niemals ein schlimmerer in der Welt gewesen ist.‘ Das klingt zwar sehr unverschämt, liegt aber in der Logik Luthers und der Neuzeit.

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