Jesus Christus - Gott auf Erden

Jesus Christus ist die Antwort auf viele Fragen. Zunächst ist er der erwartete Messias der Juden. Man kann in ihm den Gottesknecht sehen, wie das Buch Jesaja sagt; aber auch den Retter und Heiland der Nichtjuden, weil er die Lösung eines alten Rätsels bringt. Der endliche Mensch will aufsteigen zu Gott, zur ganzen, großen Wirklichkeit, zur Unendlichkeit! Aber das ist nicht möglich, sagt die Erfahrung der Jahrtausende. Der Aufstieg gelingt immer nur ein bißchen und ist im ganzen nie gelungen. In Christus feiern die Christen das Gegenteil, sie feiern den Abstieg. Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch zu Gott gelangen kann. So lautet eine tiefsinnige Formel aus der Alten Kirche. Robert Rauhut schaut im Gespräch mit Professor Dieter Hattrup diese Wahrheit hier von neuem an.

Folge 1 - Selbstbewußtsein Jesu – Wer bist du?

Wer ist Jesus Christus? Er ist der Messias, der erwartete Erlöser. Jesus war aber nicht politisch, obwohl viele einen politischen Messias erwartet hatten. Wer politische Lösungen für das Unglück der Welt sucht, braucht Macht, und diese erzeugt bei besten Absichten wieder das Unglück der Welt. Die ewige Tragik! Jesus war, wie Jesaja sagt, der Knecht Gottes, der ohne Macht erlöst. Das ist von Natur aus unmöglich, denn nach Dar- win gebraucht jedes Lebewesen seine Ellenbogen, um zu über- leben. Nur weil er zugleich der Gottessohn war, konnte er gegen das Gesetz der Natur leben und lehren. Sein erstes Wort lautet: ‚Das Reich Gottes ist nahe.‘ (Mk 1,15) Das Reich wird nicht mit der Uhr gemessen, sondern personal.

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