Im Dialog mit Josef Pieper - Denkanstöße für unsere Zeit

Im Mittelpunkt dieser 13 Gespräche von Robert Rauhut mit Professor Berthold Wald steht Josef Pieper (1904-1997). Thomas von Aquin hat er seinen eigentlichen Lehrer genannt. Im Stil seines Denkens ist er dem platonischen Sokrates verwandt. Es geht ihm darum, die Frage nach dem Wesen und Sinn unserer Existenz zu wecken und auf diese Weise einen lebendigen Zugang zum christlichen Glauben zu erschließen.

Folge 6 - Menschliches Richtigsein

Im Tun und Lassen verhält sich der Mensch auch zu sich selbst. Wie er handelt, so wird er selbst: richtig oder falsch. Menschliches Richtigsein oder menschliche Tugend ist die spontane Bereitschaft, das erkannte Gute zu tun und sich durch äußere und innere Widerstände nicht davon abbringen zu lassen. Josef Pieper hat dieser wechselseitigen Bedingtheit von Sein und Handeln neue Plausibilität verschafft in seinem Buch über „das Viergespann“ (1964) der Kardinaltugenden. Er nennt sie auch die elementaren „Tugenden des menschlichen Herzens“ (1941). Die Klugheit ist unter den Tugenden die erste, weil die Verwirklichung des Guten das Wissen um das Gute voraussetzt. Der Wille zum Guten, die Tugend der Gerechtigkeit, bedarf weiterer Stütze. In der Tapferkeit widersteht der Handelnde seiner natürlichen Furcht vor dem Bösen und in der Selbstzucht der Einflüsterung des Begehrens, sich das Leben doch leichter zu machen.

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