Im Dialog mit Josef Pieper - Denkanstöße für unsere Zeit

Im Mittelpunkt dieser 13 Gespräche von Robert Rauhut mit Professor Berthold Wald steht Josef Pieper (1904-1997). Thomas von Aquin hat er seinen eigentlichen Lehrer genannt. Im Stil seines Denkens ist er dem platonischen Sokrates verwandt. Es geht ihm darum, die Frage nach dem Wesen und Sinn unserer Existenz zu wecken und auf diese Weise einen lebendigen Zugang zum christlichen Glauben zu erschließen.

Folge 5 - Gut und Böse

Wie bei der Erkenntnis von Wirklichkeit, so hat auch bei der Erkenntnis von Gut und Böse die menschliche Vernunft nicht das erste Wort. Sittliche Handlungen sind richtig und gut als Antwort auf den Anruf, der mit dem Sein selbst gegeben ist. Die Kernthese von Piepers Schrift „Die Wirklichkeit und das Gute“ (1929) ist eine gezielte Provokation: „Alles Sollen gründet im Sein. Die Wirklichkeit ist das Fundament des Ethischen. Das Gute ist das Wirklichkeitsgemäße“. Darum ist die „Verwirklichung des Sittlich-Guten wesentlich Nachvollzug; sie ist das Weiterschreiten auf einem Weg, auf den gesetzt wir uns bereits vorfinden“. Umgekehrt gehört die seins- und vernunftwidrige Abkehr von diesem Weg zum „Begriff der Sünde“ (1977). In der willentlichen Abwendung von Gott sucht der Mensch Freiheit für sich selbst. Er will sich für sein Tun und Lassen keine Vorgaben machen lassen von der Gabe des Seins.

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