Im Dialog mit Josef Pieper - Denkanstöße für unsere Zeit

Im Mittelpunkt dieser 13 Gespräche von Robert Rauhut mit Professor Berthold Wald steht Josef Pieper (1904-1997). Thomas von Aquin hat er seinen eigentlichen Lehrer genannt. Im Stil seines Denkens ist er dem platonischen Sokrates verwandt. Es geht ihm darum, die Frage nach dem Wesen und Sinn unserer Existenz zu wecken und auf diese Weise einen lebendigen Zugang zum christlichen Glauben zu erschließen.

Folge 4 - Wahrheit und Wirklichkeit

Wahrheit hat für das moderne Bewusstsein vor allem mit Aussagen über die Wirklichkeit zu tun, aber nicht mit Wirklichkeit als solcher. In „Wahrheit der Dinge“ (1944) erinnert Josef Pieper an einen umfassenderen Begriff von Wahrheit. Das Wahrsein von Aussagen über die Wirklichkeit setzt die Erkennbarkeit des Wirklichen für den Menschen voraus. Vonseiten des Menschen ist dabei seine universale geistige Beziehungsfähigkeit, vonseiten der wirklichen Dinge ihr Bezogensein auf den menschlichen Geist mitgedacht – insofern alles Erkennbare im Erkanntsein durch Gott seinen Ursprung hat. Es ist klar, dass ein solcher Begriff von Wirklichkeit wie auch der korrespondierende Begriff eines nach Erkenntnis von Wirklichkeit verlangenden Philosophierens der Verteidigung bedarf. Piepers „Verteidigungsrede für die Philosophie“ (1966) bietet auch heute noch eine exzellente Hilfe dazu.

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