Im Dialog mit Josef Pieper - Denkanstöße für unsere Zeit

Im Mittelpunkt dieser 13 Gespräche von Robert Rauhut mit Professor Berthold Wald steht Josef Pieper (1904-1997). Thomas von Aquin hat er seinen eigentlichen Lehrer genannt. Im Stil seines Denkens ist er dem platonischen Sokrates verwandt. Es geht ihm darum, die Frage nach dem Wesen und Sinn unserer Existenz zu wecken und auf diese Weise einen lebendigen Zugang zum christlichen Glauben zu erschließen.

Folge 3 - Wissen und Macht

Eine bis heute wirksame Verschiebung im Begriff des Wissens ist der immer ausschließlichere Bezug auf die Steigerung menschlicher Macht über die Natur und den Menschen selbst. Dieser Prozess ist durch Globalisierung und Digitalisierung der Information in ein neues Stadium getreten. Piepers Einspruch gegen den „Missbrauch der Sprache“ als Missbrauch der Macht“ (1964) und seine provozierende Frage, „Was heißt Akademisch?“ (1964) sind als Zeitkritik der medialen Öffentlichkeit und der arbeitsmarktkonformen Reform der Universitäten hochaktuell. Wissen ist nicht zuerst durch seinen Nutzen, sondern als Erkenntnis von Wirklichkeit menschlich bedeutsam. Darum muss Erkenntnis von Wahrheit unabhängig bleiben vom Einfluss politischer und wirtschaftlicher Interessen. Sprachregelungen und Diskursverbote, welche die Freiheit und Mitteilung von Erkenntnis einschränken, sind zunächst latent und später offen totalitär.

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