Im Dialog mit Josef Pieper - Denkanstöße für unsere Zeit

Im Mittelpunkt dieser 13 Gespräche von Robert Rauhut mit Professor Berthold Wald steht Josef Pieper (1904-1997). Thomas von Aquin hat er seinen eigentlichen Lehrer genannt. Im Stil seines Denkens ist er dem platonischen Sokrates verwandt. Es geht ihm darum, die Frage nach dem Wesen und Sinn unserer Existenz zu wecken und auf diese Weise einen lebendigen Zugang zum christlichen Glauben zu erschließen.

Folge 2 - Geistige Existenz

Noch vor der Neugründung der staatlichen Existenz in Deutschland erscheinen 1948 zwei Bücher Josef Piepers von heute unverminderter Aktualität: „Muße und Kult“ und „Was heißt Philosophieren?“ In beiden Schriften geht es um das Fundament einer sinnerfüllten menschlichen Existenz. Dazu bedarf es mehr als der von außen kommenden institutionellen Reorganisation. Entscheidend ist die innere Hinwendung des Menschen zu dem, was Pieper den „wahren Reichtum“ des Menschen nennt: die Offenheit für den übermenschlichen Grund von Welt und Mensch. Was nottut, ist die Neubegründung des Bereichs der Muße, genährt auch durch den innerlichen Mitvollzug der kultischen Feier. Ein Kult, der nicht entrückt aus der Arbeitswelt und den Bedürfnissen des Lebens, macht die Muße müßig. Ein Philosophieren wiederum, das nicht hinausführt über das Lebensnotwendige und Nützliche, wird gleichfalls belanglos und steril.

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