Im Dialog mit Josef Pieper - Denkanstöße für unsere Zeit

Im Mittelpunkt dieser 13 Gespräche von Robert Rauhut mit Professor Berthold Wald steht Josef Pieper (1904-1997). Thomas von Aquin hat er seinen eigentlichen Lehrer genannt. Im Stil seines Denkens ist er dem platonischen Sokrates verwandt. Es geht ihm darum, die Frage nach dem Wesen und Sinn unserer Existenz zu wecken und auf diese Weise einen lebendigen Zugang zum christlichen Glauben zu erschließen.

Folge 7 - Zeitlichkeit von Mensch und Welt

Die Beunruhigung über den Fortgang der Geschichte und die Endlichkeit der menschlichen Existenz ist ein besonderes Kennzeichen der Moderne. An die Stelle des Vertrauens in die geglaubte Wahrheit vom Ende tritt die Entwirklichung des Todes und der Anspruch, das Ende der Geschichte selbst bestimmen zu können. Nun ist vom Fortschrittsglauben der Aufklärungsphilosophie nicht viel mehr übrig als der technische Machbarkeitswahn und die Verdrängung des Todes – Grund genug für Josef Pieper, angesichts der apokalyptischen Bedrohung im Atomzeitalter neu über „das Ende der Zeit“ (1950) und „Tod und Unsterblichkeit“ (1967) nachzudenken. Wir sollten die prophetische Ankündigung einer „Herrschaft des Antichrist“ bei Strafe aktueller Geschichtsblindheit nicht länger ignorieren. Und wir sollten aufhören, den Tod zu banalisieren, wenn darin unser zukünftiges Sein zur Disposition steht – jedenfalls für den Glaubenden.

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