Im Dialog mit Josef Pieper - Denkanstöße für unsere Zeit

Im Mittelpunkt dieser 13 Gespräche von Robert Rauhut mit Professor Berthold Wald steht Josef Pieper (1904-1997). Thomas von Aquin hat er seinen eigentlichen Lehrer genannt. Im Stil seines Denkens ist er dem platonischen Sokrates verwandt. Es geht ihm darum, die Frage nach dem Wesen und Sinn unserer Existenz zu wecken und auf diese Weise einen lebendigen Zugang zum christlichen Glauben zu erschließen.

Folge 1 - Menschliches Zusammenleben

Die Anerkennung von Recht und Gerechtigkeit ist die Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben der Menschen. Es beruht gleichermaßen auf der Respektierung verschiedener Grundformen des Sozialen wie auf der Anerkennung grundlegender Rechte der Person. Piepers Insistieren auf der Unterscheidung von Gemeinschaft und Gesellschaft war 1933 hochpolitisch und ist heute wieder besonders aktuell. Gemeinschaftlicher Umgang beruht auf Nähe und Gleichheit, gesellschaftliches Zusammenleben dagegen auf Verschiedenheit und Distanz. Krisenbewältigung unter dem Primat der Gemeinschaft und des Gemeinwohls führt unvermeidlich zu Ausgrenzungen und zur Missachtung von Grundrechten der Person. Im Nachdenken über die Gerechtigkeit (1953) erinnert Pieper an die Unabdingbarkeit des Rechts des Einzelnen gegenüber dem Staat mit der Kreatürlichkeit des Menschen als Fundament.

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