Eschatologie - Der Blick in die Zukunft

In dieser neuen Sendereihe stellen Professor Dieter Hattrup und Robert Rauhut große Themen der Eschatologie vor. Die Eschatologie schaut in die Zukunft und hat sich in den letzten 200 Jahren zu einem gewichtigen Traktat der Theologie entwickelt, weil der Mensch immer genauer wissen will, wie die Zukunft aussieht: Was kann ich von der Zukunft wissen? Was hat mir Gott über meine Zukunft und die Zukunft der Welt in der Offenbarung gesagt? Die einzelnen Fragen der Eschatologie lauten so: Was ist der Tod? Was kommt danach? Was sind Himmel und Hölle? Wohin läuft die Geschichte? Antworten auf solche Fragen unternimmt diese 13-teilige Serie.

Folge 7 - Der Visiostreit von 1331: Person vor Geschichte?

Es kommt also darauf an, das Geheimnis zu wahren. Das geschieht im Visio-Streit des 14. Jahrhunderts. In Avignon hatte Papst Johannes XXII. im Jahre 1331 unglücklich gepredigt und nur ein einziges, letztes Gericht gelten lassen, auf dem jeder Mensch persönlich und zugleich die ganze Welt gerichtet wird. Er nannte diese Lehre seine persönliche Meinung, nicht eine päpstliche Lehre. Das paßte dem erwachenden europäischen Selbstbewußtsein schon im 14. Jahrhundert nicht. Die Epoche hielt dagegen: Im persönlichen Gericht sagt Gott zu jeder Seele wie Christus zum Schächer am Kreuz gesprochen hat: ‚Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!‘ (Lk 23) Auf dem Totenbett hat Johannes XXII. seine Meinung korrigiert und die richtige Lehre, die Kardinal Jakob Fournier formuliert hat, angenommen.

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