Darwin 2.0 - Ein Kirchenvater?

Charles Darwin lebte im 19. Jahrhundert und stellte eine bahnbrechende Theorie auf: Alles Lebendige, das heißt, alles Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen sei miteinander verwandt! Nach Darwin war es die Natur, die alles Leben entwickelt hat. Wo aber ist da der Finger des Schöpfers zu sehen? Und wie sieht es mit dem harten Grundsatz der Evolution aus, nach dem nur die Stärksten bestehen bleiben? Wie kann der Urheber der Welt bei solchen Umständen gütig sein? Dieter Hattrup stellt im Gespräch mit Robert Rauhut in einer 13-teiligen Sendereihe die Problematik dar und präsentiert eine Lösung des Konflikts. Mit ihr könnte der gefährliche Darwin 1.0 des 19. Jahrhunderts zu einem guten Darwin 2.0 des 21. Jahrhunderts werden.

Folge 3 - Die große Reise Darwins I

Darwin kommt ganz überraschend zu seiner Reise auf einem Schiff namens Beagle, mit dem er von 1831 bis 1836 nach Südamerika segelt und an den Küsten dort auf und ab fährt. Zu tun hatte er auf dem Vermessungsschiff weiter nichts; er sollte nur den Kapitän FitzRoy ein wenig unterhalten. Ganz ungeplant macht Darwin durch seine Neugierde eine der größten Entdeckungen der Menschheit: Er entdeckt die Verwandtschaft allen Lebens. Hier gilt das Sprichwort: „Der kommt am weitesten, der sich kein Bild von der Welt macht.” Magellan und Kolumbus machten auch große Entdeckungen, aber sie hatten ein Bild. Sie suchten nach neuen Seewegen. Die Frage bei ihnen war klar, nur die Antwort wußten sie zunächst noch nicht. Bei Darwin war beides unklar, Frage und Antwort.

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