Darwin 2.0 - Ein Kirchenvater?

Charles Darwin lebte im 19. Jahrhundert und stellte eine bahnbrechende Theorie auf: Alles Lebendige, das heißt, alles Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen sei miteinander verwandt! Nach Darwin war es die Natur, die alles Leben entwickelt hat. Wo aber ist da der Finger des Schöpfers zu sehen? Und wie sieht es mit dem harten Grundsatz der Evolution aus, nach dem nur die Stärksten bestehen bleiben? Wie kann der Urheber der Welt bei solchen Umständen gütig sein? Dieter Hattrup stellt im Gespräch mit Robert Rauhut in einer 13-teiligen Sendereihe die Problematik dar und präsentiert eine Lösung des Konflikts. Mit ihr könnte der gefährliche Darwin 1.0 des 19. Jahrhunderts zu einem guten Darwin 2.0 des 21. Jahrhunderts werden.

Folge 2 - Nietzsche - das verzerrte Gesicht Darwins

Wie gefährlich Darwin ist, sieht man am deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche. Dieser hat seine ganze Philosophie auf die Evolution gegründet und ist dabei zu merkwürdigen Lehren gelangt, etwa die vom Übermenschen, der nach dem Grundsatz leben soll: Macht geht vor Recht. Ohne Darwin wäre so etwas nicht denkbar gewesen. Nietzsche hat von 1844 bis 1900 gelebt, aber eigentlich nur bis 1889, da er in Turin in geistige Ohnmacht gefallen ist. Mit dieser Umnachtung wird die Gefahr aus der Evolutionslehre deutlich. Nietzsche ist zwar grausam im Kopf, aber milde im Herzen, deshalb fällt er entgegen seiner Darwinischen harten Philosophie einem geschlagenen Kutschpferd um den Hals. In der Evolutionslehre aber kann es kein Mitleid geben. Wie soll man sie dann begründen?

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