Letters From Abroad

Mehr als 50 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht. Sie haben ihre Heimat verlassen, um Krieg, Hunger oder Folter zu entfliehen. Aus Syrien, Afghanistan, Serbien oder Somalia. Ein kleiner Teil von ihnen schafft es über die Panzergräben und Zäune an Europas Außengrenzen und landet bei uns. Im „Schutzraum Europa“. In Deutschland. Als Flüchtling. Entwurzelt, arm, oftmals traumatisiert – in jedem Fall: fremd. So fremd, dass es einigen Menschen, die hier leben, Angst macht. Das Paradoxe daran: Diejenigen, die hier „gegen das Fremde“ auf die Straße gehen, besitzen all das, was die Flüchtlinge bereits verloren haben: Ihr Hab und Gut, Ihre Heimat, ihre Sprache, ihre Kultur, vielleicht auch ihren Gott. Was geht in denen vor, die hier – oftmals unter Einsatz ihres Lebens - angekommen sind? Was sind ihre Geschichten? Was ist ihre Hoffnung? Welches sind Ihre Gedanken?

„Letters From Abroad“ - das sind persönliche Portraits von Menschen, die ihre Heimat verlassen und hier ein neues Leben begonnen haben. Wir möchten denjenigen, die sich hinter den nüchternen Flüchtlingszahlen und Statistiken verbergen, ein Gesicht geben. Ihnen zuhören. Sie zeigen. Einblicke geben in ihre Gedankenwelten – in ihr Leben zwischen Flucht und Neubeginn.

  1. "Refugee is a Sickness"

    "In the moment we have to fight in the law of human right." Das sagt Ahmed aus Nigeria. Er ist von Abschiebung bedroht und lebt in Berlin.

  2. "Kein Mensch kann dort leben..."

    Nachdem er bei einem Bombenangriff 2012 fast sein Augenlicht verloren hätte, floh der damals 21-jährige Salah aus Syrien über die Türkei und Bulgarien nach Deutschland. Seine Heimat war einmal ein Paradies. "Jetzt ist es die Hölle", sagt Salah.

  3. "Here is Babylon"

    Lamin kommt aus Gambia. Sein genaues Alter kennt er nicht. Er hat weder Job noch Pass oder sonstige Papiere und lebt auf der Straße.....

  4. "Die Welt ist so groß..."

    Samba ist 32 Jahre alt und kommt aus Dakar im Senegal. Seit sechs Jahren ist er in Deutschland. Sein größter Traum: Seine Tochter wieder zu sehen....

  5. "It`s like Prison..."

    Nasr ist im Tschad aufgewachsen. Seine Heimat ist die Wüste. Von dort ist er zunächst nach Libyen gegangen. Später floh er mit einem Boot über das Mittelmeer nach Italien, von dort nach Deutschland Die Flucht hat er überlebt, angekommen in seiner neuen Heimat ist er nicht....